Betriebsrat aktuell 01.06.2026

SONDERAUSGABE JUNI 2026: ARBEITSZEIT 2026

Flexible Arbeitszeiten federn wirtschaftliche Schwierigkeiten ein wenig ab. Deshalb sind sie aktuell sehr gefragt. Hier lesen Sie das Wichtigste dazu.

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So nutzen Sie Ihre Mitbestimmungsrechte
Fragen der Arbeitszeit sind sowohl für die Bezahlung von Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen als auch in Bezug auf Belastung und Gesundheit relevant. Die Auslastung – und damit gerade auch die Arbeitsbelastung – ist in verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich. Einen gesunden Weg für alle zu finden und die Arbeit zukunftsgerecht zu gestalten, ist deshalb ein großes Thema. Denn eine gewisse Flexibilität ist in Zeiten schwankender Märkte und immer härteren Wettbewerbs für Ihren Arbeitgeber ein wichtiges Gut. Auch viele Kolleginnen und Kollegen bevorzugen ein hohes Maß an Flexibilität. Als Betriebsrat haben Sie bei der Arbeitszeit umfangreiche Mitbestimmungsrechte. Lesen Sie, wie diese aussehen.
Höchstarbeitszeiten: Diese Grenzen sollten Sie kennen
Viele Arbeitnehmer achten selbst darauf, dass sie die Höchstarbeitszeiten nicht überschreiten. Andere eher nicht. Unabhängig davon ist es allerdings Aufgabe Ihres Arbeitgebers, dafür zu sorgen, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Sie die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) einhalten. Eine Ihrer Aufgaben ist es, zu überwachen, dass Ihr Arbeitgeber dafür sorgt, dass alle die entsprechenden Gesetze einhalten (§ 80 BetrVG).
So sorgen Sie dafür, dass Ihre Kollegen die vorgeschriebenen Pausen einhalten
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt nicht nur die maximal zulässige Arbeitszeit, sondern ebenso die Pausen und Ruhezeiten, die Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen einzuhalten haben. Sie sind unverzichtbar. Das wissen wir alle. Dennoch kommen viele von uns immer wieder in Situationen, in denen wir durcharbeiten. Dem sollten Sie als Betriebsrat bei Ihren Kolleginnen und Kollegen nicht tatenlos zusehen.
So begleiten Sie die Einführung Schritt für Schritt
Je flexibler Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen aufgestellt sind, desto schneller können sie auf neue Umstände und Bedingungen reagieren. Das ist gerade in wirtschaftlich unbeständigen Zeiten häufig von Vorteil für Sie und die Belegschaft. Schließlich müssen Arbeitgeber dann – auch wenn es zu eklatanten Auftragsausfällen kommt – im Zweifel nicht so schnell zu Kündigungen greifen. Zudem geben flexible Modelle Ihren Kolleginnen und Kollegen oft die Möglichkeit, berufliche und private Angelegenheiten besser unter einen Hut zu bekommen. Ein gutes flexibles Arbeitszeitmodell ist häufig eine Versicherung in die Zukunft.
So reden Sie bei Überstunden mit
Mehr Stress, mehr Arbeitsverdichtung … und mehr Überstunden. In vielen Betrieben leisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer wieder Überstunden. Einige davon werden nicht einmal bezahlt. Das darf eigentlich nicht sein. Dennoch passiert es in der Praxis. Werden Sie als Betriebsrat präventiv tätig. Schaffen Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin klare Regelungen.
Diese Möglichkeiten haben Sie als Betriebsrat
Vertrauensarbeitszeit ist ein Trend, der in den vergangenen Jahren immer stärker gewachsen ist. Gerade die jetzt und vermutlich auch die in den kommenden Jahren in den Arbeitsmarkt eintretenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer halten Vertrauensarbeit für besonders motivierend. Sie suchen ihre Jobangebote unter anderem auch nach diesem Aspekt aus.
So organisieren Sie die Rufbereitschaft zum Vorteil Ihrer Kolleginnen und Kollegen
Von Rufbereitschaft spricht man, wenn Sie bzw. Ihre Kolleginnen und Kollegen Ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen können und sich nur für einen eventuellen Einsatz bereithalten müssen. Sie ist – anders als Bereitschaftsdienste, bei denen der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin sich an einer vom Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin bestimmten Stelle aufhält – keine Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG).

Arbeitshilfen

  • Übersicht: Wie Sie wann bei diesen Arbeitszeitformen mitbestimmen
  • Übersicht: Unterschiedliche Formen von Arbeitszeitkonten
  • Muster-Betriebsvereinbarung: So finden Sie sinnvolle Regelungen zur Vertrauensarbeitszeit