Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement für Betriebsräte 20.01.2025

Nr. 02 | Februar | 2025

SCHWERPUNKTTHEMA: Neue Kennzahlen im Arbeitsschutz und im BGM: Welche dies sind und was Sie daraus ableiten können

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CSRD-Pflicht: Was Betriebsräte wissen müssen
Seit Januar 2025 ist der Kreis der Unternehmen, die in einem Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)-Bericht über ihre Nachhaltigkeitsstrategien berichten müssen, nochmals größer gezogen. Die Einführung der CSRD birgt nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen – insbesondere für Betriebsräte im Kontext von Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement. Was wissen Sie als Betriebsrat darüber?
Arbeiten mit Leitern: Wie Ihre Kollegen sicher arbeiten
Der sorglose Umgang mit Leitern gehört zu den häufigsten Unfallursachen in deutschen Betrieben. Obwohl Leitern ein alltägliches Arbeitsmittel sind, werden die Risiken von den Kollegen oft unterschätzt. Tatsächlich ereignen sich jährlich rund 23.000 arbeitsbedingte Leiterunfälle – häufig mit schweren Verletzungen und langfristigen gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. Die Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen: Ein sicherer Umgang mit Leitern ist unverzichtbar, um das Risiko schwerer Unfälle zu minimieren. Doch können Sie als Betriebsrat es schaffen, die Aufmerksamkeit für dieses vermeintlich banale Thema zu erhöhen? Die Antwort liegt in einer Kombination aus klarer Schulung, regelmäßiger Prüfung und einer bewussten Sicherheitskultur.
Nutzen Sie als Betriebsrat Begehungen effektiv
Wann haben Sie zuletzt an einer Begehung in Ihrem Betrieb teilgenommen? Wie haben Sie sich dabei eingebracht? Konnten Sie Ihre Überwachungsaufgaben gemäß § 80 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) wahrnehmen? Begehungen sind ein wertvolles Instrument für den Betriebsrat, um Arbeitsbedingungen zu überprüfen und zu verbessern. Erfahren Sie, wie Sie diese Chance optimal für Ihre Arbeit nutzen können.
Das Jahr 2024 ist vergangen – und hinterlässt neue Kennzahlen
Als Betriebsrat haben Sie die wichtige Aufgabe, die Interessen Ihrer Kollegen zu vertreten. Dabei sind Kennzahlen ein unverzichtbares Instrument, um Entwicklungen zu erkennen, Ihrem Arbeitgeber Handlungsbedarf aufzuzeigen und über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu wachen. Gerade im Arbeits- und Gesundheitsschutz gibt es viele verschiedene Kennzahlen, auf die Sie als Betriebsrat mehr als nur einen Blick werfen sollten. Welche dies sind und welche Informationen Sie ableiten können, lesen Sie in diesem Artikel.
Wer gegen Sicherheitsanweisungen verstößt, riskiert sogar eine fristlose Kündigung
Sie kennen das wahrscheinlich: Teilnehmer an Sicherheitsunterweisungen belächeln die Ansagen und Ratschläge, die sie im Rahmen der Unterweisung erhalten. Erinnern Sie sich nur an das Beispiel auf Seite 4 zur Schulung mit dem richtigen Umgang mit Leitern. Die Folge solcher Ignoranz ist, dass Sicherheitsvorgaben nicht eingehalten werden. Ein kürzlich veröffentlichtes Urteil zeigt jedoch, dass Beschäftigte dadurch sogar ihren Arbeitsplatz gefährden (Landesarbeitsgericht Niedersachsen, 29.7.2024, Az. 4 Sa 531/23). Weisen Sie darauf hin, vielleicht erhöht das die Aufmerksamkeit!
Psychologische Sicherheit: ein entscheidender Faktor für gesunde Arbeitskulturen
Kennen Sie das Lied von Silbermond „Irgendwas, was bleibt“? Dort lautet eine Zeile: „Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit ... in einer Welt, in der nichts sicher scheint.“ Genau diesen Wunsch hören Sie vielleicht als Betriebsrat auch von Ihren Kollegen. Die Sorge um den Arbeitsplatz, der Druck, der in den Abteilungen da ist, und der Umgang miteinander sorgen teilweise für viel Unsicherheit. Doch hier gibt es seit Jahren spannende Erkenntnisse aus der Psychologie: Das Gefühl von Sicherheit kann gefördert werden! Welche Faktoren eine Rolle spielen und was Ihr Arbeitgeber und Sie als Betriebsrat tun können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Ein CDMP bringt Ihr BEM auf ein neues Niveau
In vielen Unternehmen arbeitet bereits ein CDMP („Certified Disability Management Professional“), der im Rahmen einer Zusatzausbildung gelernt hat, wie Kolleginnen und Kollegen bestmöglich nach einer Krankheit wieder an den Arbeitsplatz eingegliedert oder wie Krankheiten im besten Fall schon im Voraus vermieden werden. Lesen Sie, wie Sie als Betriebsrat, betroffene Kollegen und Ihr Arbeitgeber von dieser Qualifikation profitieren können.
Sind Ihre Kollegen ausreichend vor Gewalt am Arbeitsplatz geschützt?
Die gesetzliche Unfallversicherung zählt pro Jahr rund 12.000 meldepflichtige Unfälle im Zusammenhang mit Gewalt am Arbeitsplatz. In rund 70 % der Fälle geht die Gewalt von betriebsfremden Personen aus. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Sorge vor Übergriffen groß. Prüfen Sie als Betriebsrat mithilfe der Checkliste, wie gut es um die Gewaltprävention in Ihrem Betrieb bestellt ist.
Welche Möglichkeiten der Wirksamkeitskontrolle gibt es?
Frage: Wir sind gerade dabei, den Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung in unserem Betrieb zu definieren. Als Betriebsrat ist uns wichtig, dass der Prozess nicht abbricht, sondern wir auch überprüfen können, welche Maßnahmen sinnvoll waren. Bei der normalen Gefährdungsbeurteilung ist dies vergleichsweise einfach – hier kann die Sifa z. B. nochmals den Schall messen. Doch wie machen wir das bei der GB Psych?

Arbeitshilfen

  • Übersicht: Begehungen optimal vorbereiten
  • Übersicht: Wichtige Kennzahlen im Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Checkliste: Gewaltprävention am Arbeitsplatz