PRAXISWISSEN

Welche alternativen Ideen Sie Ihrem Arbeitgeber unterbreiten sollten

Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ist schwierig. Im Jahr 2025 mussten so viele Unternehmen Insolvenz anmelden wie seit 10 Jahren nicht mehr. Durch die Auseinandersetzungen im Iran und die Energie-Lieferengpässe steigen die Kosten. So manch ein Kollege bzw. eine Kollegin hat deshalb in den vergangenen Monaten Folgendes von seinem/ihrem Arbeitgeber gehört: „Die Auftragslage ist schlecht. Die Kosten steigen. Wir müssten etwas machen.“ Viele Gespräche, über die ein Personalabbau eingeläutet werden soll, beginnen so. Die Konsequenz sind dann häufig betriebsbedingte Kündigungen. Die sind juristisch nicht immer in Ordnung, werden in der Praxis allerdings dennoch durchgewunken. Als Betriebsrat müssen Sie das nicht wortlos hinnehmen. Nutzen Sie stattdessen Ihre Möglichkeiten und sorgen Sie dafür, dass Ihr Arbeitgeber so weit als möglich mildere Mittel nutzt.

Friederike Becker-Lerchner

27.04.2026 · 3 Min Lesezeit

Prüfen Sie, ob Ihr Arbeitgeber alle Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeit nutzt

Flexible Arbeitszeit schaffen Flexibilität. In wirtschaftlich guten Zeiten bauen Ihre Kollegen ein Arbeitszeitguthaben auf einem Arbeitszeitkonto auf. In Zeiten, in denen Ihr Arbeitgeber weniger Aufträge hat, kann er die Kollegen auffordern, die Plusstunden ihres Arbeitszeitkontos abzubauen. Sie bleiben stunden- oder sogar tageweise dem Arbeitsplatz fern und erhalten die vereinbarte Vergütung.

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