Grundlagen

Warum Langzeiterkrankungen für Sie ein besonders wichtiges Thema sind

Ein Unternehmen, in dem alle Mitarbeiter stets gesund sind, gibt es nicht. Wenn Mitarbeiter aufgrund eines akuten Infekts ein paar Tage oder auch einige Wochen ausfallen, sind die Fehltage zunächst kein Problem. Kritisch für die Beschäftigten und für das Unternehmen sind die Langzeiterkrankungen. Um dieses Thema anzugehen, müssen Sie als Schwerbehindertenvertretung auch Ihre nicht behinderten Kollegen im Auge behalten. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie hier.

Britta Schwalm

21.07.2026 · 2 Min Lesezeit

In unseren Arbeitsumgebungen wird durch Digitalisierung vieles einfacher. Gleichzeitig können damit aber auch die Belastung und der Stress steigen. Denn Produktivitätssteigerungen sind meist oberstes Ziel und die Arbeitszeiten werden unregelmäßiger. Der damit verbundene Druck führt in einigen Fällen zu Langzeiterkrankungen. Besonders betroffen sind die Mitarbeiter, die ohnehin schon eine gesundheitliche Einschränkung oder eine Behinderung haben. Aber auch junge und vollkommen gesunde Beschäftigte sind nicht davor gefeit, langfristig oder chronisch zu erkranken.

Richten Sie Ihren Fokus auf die gesamte Belegschaft

Langzeiterkrankungen können Sie nur entgegensteuern, wenn Sie die gesamte Belegschaft im Auge behalten. Rein formal sind Sie als SBV tatsächlich nur für die schwerbehinderten Menschen und die ihnen gleichgestellten Beschäftigten im Unternehmen zuständig. Denn § 178 I SGB IX formuliert: Die Schwerbehindertenvertretung hat die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben im Betrieb oder der Dienststelle zu fördern und deren Interessen zu vertreten. Doch wenn es um Langzeiterkrankungen geht, können alle Mitarbeiter betroffen sein. So arbeiten Sie hier auch – quasi nebenbei – für die nicht behinderten Kollegen.

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