In den vergangenen Jahren wurden Ihre Stellung und Ihre Rechte als Schwerbehindertenvertretung erheblich gestärkt. Das ist erfreulich. Andererseits sind damit auch Arbeitspensum, Verantwortung und Beanspruchung gestiegen. Viele Stellvertreter fühlen sich davon überfordert und stellen ihr Amt zur Verfügung. Und im kommenden Jahr bei der Wahl der nächsten Schwerbehindertenvertretung sind vielleicht noch weniger Kollegen bereit, für die Ämter in der Arbeitnehmervertretung zu kandieren.
Eine Vertrauensperson ohne Stellvertretung ist im Ergebnis geschwächt – trotz zahlreicher Befugnisse und Kompetenzen. Deshalb sollten Sie alles daransetzen, doch noch einen Stellvertreter zu bekommen. Lassen Sie nichts unversucht, um Mitstreiter zu motivieren. Zudem sind Sie in vielen Fällen sogar dazu verpflichtet, eine Nachwahl durchzuführen. Ist diese erfolgreich, profitieren vor allem Sie selbst. Aber auch Ihrer Inklusionsarbeit nützt es, wenn Ihnen Kollegen den Rücken frei halten.