Hier sind einige wesentliche Gründe für die erhöhte Anfälligkeit Schwerbehinderter für eine Suchterkrankung:
- Menschen mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Krankheiten erleben oft Schmerzen oder andere gesundheitliche Belastungen, die über längere Zeiträume hinweg anhalten. Schmerzmittel oder andere Medikamente zur Linderung bergen das Risiko der Abhängigkeit.
- Menschen mit Behinderungen stehen häufig unter erhöhtem Stress, sei es aufgrund von Diskriminierung, sozialer Isolation oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz. Die dauerhafte emotionale Belastung kann dazu führen, dass sie vermehrt zu Substanzen greifen, um diesen Stress zu bewältigen.
- Viele Menschen mit Behinderungen erfahren soziale Isolation, weil sie beispielsweise Barrieren in der Mobilität oder im sozialen Leben haben. Der Mangel an sozialen Kontakten und Unterstützungsnetzwerken kann zu Einsamkeit führen, was wiederum das Risiko für Suchtverhalten erhöht.
- Vorurteile können dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen ein vermindertes Selbstwertgefühl entwickeln. Um negative Gefühle zu kompensieren, greifen manche zu Substanzen, um Erleichterung oder Selbstsicherheit zu finden.
- Einige Menschen mit Behinderungen haben leichteren Zugang zu bestimmten Medikamenten, die süchtig machen können, insbesondere jene, die regelmäßig Schmerzmittel, Beruhigungsmittel oder Schlafmittel verschrieben bekommen.
- Menschen mit Behinderungen haben oft keinen uneingeschränkten Zugang zu Informationen und Programmen zur Suchtprävention. Häufig sind solche Programme nicht barrierefrei gestaltet oder berücksichtigen die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend.
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