Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Allerdings haben nicht alle Anspruch auf gleich viel Urlaub. Was Sie zum Urlaubsanspruch einiger Personengruppen wissen müssen, lesen Sie im Folgenden.
Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen musste sich mit einem Fall einer Sachbeschädigung durch einen geistig behinderten Mitarbeiter beschäftigen. Bezahlen musste er für diese Schäden nicht (Urt. v. 1.4.2025, Az. 10 SLa 694/24).
Unter Brückenteilzeit versteht man eine befristete Herabsetzung der Arbeitszeit. Ist die Teilzeit beendet, kehrt der Arbeitnehmer zu der davor geltenden Arbeitszeit zurück. Nun hat sich das Hessische Landesarbeitsgericht (LAG) mit der Frage befasst, ob während dieser Brückenteilzeit auch einen Antrag auf Teilzeit für die Zeit danach gestellt werden kann (Urt. v. 2.12.2024, Az. 16 GLa 821/24).
Wenn ein Arbeitnehmer eine Kündigung erhält, muss ihm diese zugehen. Ein Einwurf-Einschreiben der Deutschen Post in Kombination mit einem Einlieferungsbeleg sowie einem Sendungsstatus genügt jedenfalls nicht als Beweis dafür, dass die Kündigung beim jeweiligen Empfänger angekommen ist. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden (Urt. v. 30.1.2025, Az. 2 AZR 68/24).
Lautes Brüllen im Büro, abwertende Bemerkungen vor dem gesamten Team, ständiger Druck: Cholerisches Verhalten von Vorgesetzten ist kein seltenes Phänomen. Für viele Beschäftigte bedeutet es dauerhaften Stress. Für schwerbehinderte oder gleichgestellte Kolleginnen und Kollegen kann es sogar gesundheitsgefährdend sein. Die Auswirkungen reichen von innerer Anspannung über Schlafstörungen bis hin zur Krankschreibung oder Kündigung aus Angst.
Baustellen auf dem Betriebsgelände sind nicht ungewöhnlich: Umbauten, Sanierungen oder Erweiterungen bringen fast immer Veränderungen mit sich – oft auch Einschränkungen. Besonders kritisch wird es, wenn der Zugang zum Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung beeinträchtigt wird. Für Sie als Schwerbehindertenvertretung stellt sich dann die Frage: Was können wir tun, um die Interessen der Betroffenen wirksam zu vertreten?
Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hat sich mit einer Kündigung wegen einer angeblich vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit beschäftigt. Der Fall zeigt, wie schmal der Grat ist, auf dem Arbeitnehmer wandeln (Urteil vom 21.01.2025, Az. 7 SLa 204/24).
In verschiedenen Medien wurde darüber berichtet, dass der neue EU-Behindertenausweis in Deutschland bereits eingeführt wurde. Die Karte soll angeblich automatisch bei Anerkennung der Behinderung ausgestellt werden. Diese Information ist so nicht korrekt. Mit einer Einführung in Deutschland ist voraussichtlich erst ab Mitte 2028 zu rechnen.
Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Und manche älteren Arbeitnehmer sowie leider auch einige Kolleginnen und Kollegen mit einer Behinderung haben da schon den Anschluss verloren. Ist es da verwerflich, wenn Arbeitgeber Digital Natives suchen? Ja, wenn es nach dem Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg geht (Urt. v. 7.11.2024, Az. 17 Sa 2/24).
Das Landesarbeitsgericht Köln hat sich mit einer Kündigung auseinandergesetzt, die ein Arbeitgeber aufgrund der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eines Arbeitnehmers ausgesprochen hatte (Urt. v. 12.12.2024, Az. 8 Sa 409/23).
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